Zur Geschichte der St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1666 in Breinig

Vermutlich hat die Schützenbruderschaft Breinig bereits Jahrzehnte früher bestanden. In der alten Jülicher Stadtchronik war die Breiniger Schützenbruderschaft schon im Jahre 1633 aufgeführt. Anläßlich eines Festes der Zülpicher Schützenbruderschaft ist im Jahr 1642 die Rede von Breiniger Schützen. Wir haben hierüber weiter freilich nichts in Händen. Vom Jahre 1666koenig1666minab ist das Königssilber bis auf den heutigen Tag lückenlos da, ausgefallen sind lediglich Kriegs- und Krisenzeiten, deren es in diesen 3 Jahrhunderten nicht wenige gegeben hat.

Die Namen aller Könige sind nachzuweisen, einmal anhand des vorhandenen Königssilbers und zum anderen an der namentlichen Aufstellung in der Chronik der Bruderschaft.

Die rheinischen und westfälischen Schützenbruderschaften und Schützengesellschaften sind  wie unser verstorbener Hochmeister Fürst Salm Reifferscheidt-Dyck auf dem 350. Jubelfest der Laurensberger Schützen 1952 selbst sagte - allgemein aus vier Grund- haltungen ihrer Mitglieder heraus entstanden, von denen hier wohl die eine und dort die andere dominierend war:

1.der religiös-christlichen, einer universalen Weltdeutung und Weltüberwindung,

2.der sozialen, einer gegenseitigen brüderlichen Hilfe,

3.des Wehrgedankens zum Schutz von Familie und Heimat,

4.der Pflege und Erhaltung echten Volkstums.

Für die Gründung der Schützenbruderschaft beim Abt in Kornelimünster mag ebenfalls der vorgenannte Punkt 3 maßgebend gewesen sein, nachher kamen dann andere hinzu.

Die erste Nachricht zur Geschichte des Schützenwesens in der hiesigen Gegend haben wir aus dem 15. Jahrhundert. Einige Schützengesellschaften bringen entsprechende Nachweise: Kornelimünster 1412 und Eilendorf 1450.

Im Dezember 1593 fiel ein Oberst Konradin im Namen eines Grafen Werner und Markgrafen von Baden mit 32 Fahnen und Reitern und 2 Regimentern Fußvolk in unser Münsterländchen ein. Die Untertanen des Abtes setzten sich zur Wehr und hielten diese wilden Horden des obengenannten Konradin mit Hilfe des Herzogs von Jülich von der Abtei ab.

In den Jahren 1598 und 1599 haben Schützen bei der Abwehr von räuberischen Überfällen mitgewirkt.

Der Aachener Geschichtsschreiber K. F. Meyer schreibt hierüber, am 1.9.1598 werden u. a. Schützen des Münsterländchens namentlich genannt, wie sie bei Wiedereinsetzung des katholischen Rates in Aachen geholfen bzw. sich eingesetzt haben.

In der ersten Hälfte des 3o jährigen Krieges (1618-1648) war das Gebiet um Kornelimünster im allgemeinen von Behelligungen durch Kriegsvölker verschont geblieben. Im Gegenteil, die auf abteilichem, also münsterländischem Gebiet seßhaften Kupfermeister am Vichtbach vor Stolberg, hatten in dieser Zeit durch ihre Lieferungen nach Frankreich, ihrem Hauptabsatzgebiet, das bis dahin vom Krieg ebenfalls nicht berührt wurde, gute Geschäfte gemacht.

Seit 1630 aber wurde die hiesige Gegend ständig durch umherstreifende Truppen beunruhigt. 1630 und 1633 hatte Eschweiler unter schwerer kaiserlicher Einquartierung zu leiden, 1634 wurde die Gressenicher Kirche geplündert, 1635 traf ein holländischer Streifzug das Amt Wilhelmstein. 1638 wurde Aachen von Octavio Piccolomini belagert und eingenommen. Besonders schlimm wurde es nach dem Einfall der Hessen und Lothringer 1642. In diesem Jahre wurde Eschweiler zerstört.

Außer anderen Kriegsdrangsalen, die das freie unabhängige Münsterländchen im Laufe der Jahrhunderte erdulden mußte, hatten besonders Breinig, Walheim und Oberforstbach in den Jahren 1647 und 1648 sehr zu leiden, also gegen Ende des 30 jährigen Krieges. Vornehmlich Lothringer hausten hier wie die Vandalen.

Wie der Pfarrer von Kornelimünster berichtet, haben diese in Breinig am 19. Februar 1647 und in Rahren (Raeren) am 20. Februar 1647 mehrere Häuser angesteckt.

Wie der 30 jährige Krieg 1648 zu Ende ging, fielen Truppen des Herzogs KarlIV von Lothringen in die westlichen deutschen Lande ein, nachdem die Franzosen Lothringen und das damalige österreichische Elsaß besetzt hatten. Diese Truppen zogen - die Bevölkerung drangsalierend - hin und her. Die Schützen des Monschauer Landes setzten sich zur Wehr, sie riefen die Schützen des Münsterländchens zu Hilfe. Am 15. Dezember 1648 kam es dann auf dem Friedhof in Kalterherberg zu einem blutigen Treffen, bei welchem 103 Schützen des Monschauerlandes und 56 Schützen des Münsterländchens ihr Leben ließen. Mit den kampferfahrenen und besser bewaffneten Söldnern hatten es die Schützen nicht aufnehmen können trotz allem Eifer und Einsatz bis zum Letzten.

Daß die Schlacht bei Kalterherberg später noch ein Nachspiel vor dem Schöffengericht in Kornelimünster hatte, sei hier nur am Rande erwähnt.

Aus Breinig waren lt. vorhandener Aufzeichnung im Sterbebuch von Kornelimünster 9 Mann gefallen und zwar:

1.Gördt Kerst, Gehads Sohn von Breinig zur Kalterherberg tots verfahren den 15. Xbris 1648,

2.Lambert Hennikens von Breinig zur Kalterherberig erstochen den 15. Xbris 1648,

3.Joh. Hubert Hambach's Sohn von Breinig, ermordet wie oben,

4.Wilh. Ostlender von Breinig todt blieben,

5.Wilhelm Krandt (Krott) von Breinig todts verfahren

6.Con Hammacher von Breinig elendiglich in den Herrn entschlafen,

7.Wilhelm, Jan Kapelle's Sohn von Breinig, in den Todt geführt worden,

8.Wilhelm Heuments Sohn, Johann von Breinig, seinen Geist aufgegeben,

9.Peter Ganser von Breinig zur Kalderherberig erschossen 15. Xbris.

(Xbris ist Dezember)

In Breinig wütete - wie vielerorts - als Folge der vielen Truppendurchzüge im Jahre 1652 die schreckliche Geißel der damaligen Zeit - die Pest -, die viele Opfer forderte.

Am 18. Februar 1756 erfolgte in unserer Gegend ein furchtbarer Erdstoß, viele Häuser stürzten ein. Selbst im Wald war großer Schaden entstanden. Siehe Gedenkstein an der Kapelle von Niederforstbach.

Die Veranstaltungen der Schützen blieben trotz der zum Teil stark veränderten Verhältnisse weiterhin die Hochfeste des Volkes im Ablauf des Jahres.

Bismarck erkannte seiner Zeit freimütig an, daß im 19. Jahrhundert gemeinsam mit den Turnern und Sängern gerade die Schützen wesentlich zur Förderung des deutschen Einheitsgedankens beigetragen haben. Ein besonderes Betätigungsfeld oblag den Schützen nach der Satzung ihrer Bruderschaft im sozialen und karitativen Bereich. Durch laufende Zuwendungen aus der Schützenkasse und persönlichen Einsatz der Mitglieder wurden Notlagen bei Krankheits- und Sterbefällen gelindert.

Auch für das gesellige Leben des Volkes waren die Schützen und ihre Bruderschaften zuständig. Ihr Schützen- und Patronatsfest, ihre Schießspiele und Aufzüge waren die großen und - neben Fastnacht - bis weit in das 19. Jahrhundert hinein auch einzigen Feste des ganzen Jahres. Sie waren echte Volksfeste und wurden von der ganzen Bevölkerung mitgefeiert und getragen.

Ebenso stand die Schützenbruderschaft bei allen außergewöhnlichen Festen, kirchlichen wie weltlichen, im Mittelpunkt, bei Empfängen und festlichen Anlässen jeder Art übernahm sie die Durchführung der Organisation.

Die engen, ja freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Abt und den Schützen dauerten auch nach Gründung der Bruderschaft fort. Beim Vogelschuß stand dem Landesherrn der erste Schuß zu, der im allgemeinen auch vom Abt oder seinem Stellvertreter abgegeben wurde.

Einmal - im Jahre 1719 - war ein Kammerdiener des Abtes Majestät in Breinig.

Nicht unerwähnt darf eine Mitteilung des II. Präsidenten J. H. Beißel gelassen werden, die wert ist, nicht der Vergessenheit anheim zu fallen. Unsere Vorfahren hatten vor dem Schützenwesen eine große Achtung, wie u. a. folgendes beweist:

Das Haus in Breinig, Hauptstraße Nr.20, hieß ,,bei Königs", weil hier mehreremal der König wohnte, ferner wurde das Haus Haupt- straße Nr.25 ,,bei Fähnrichs" genannt, weil hier der Fahnenträger oder Fähnrich wohnte. Das war so bis vor etwa 75 Jahren. Alle Leute der aus diesen Häusern stammenden Familien wurden unbeschadet der richtigen Familiennamen ,,Königs" und ,,Fähnrichs" genannt.

(Die vorgenannten Häuser lagen oberhalb der Pfarrkirche, früher war die Numerierung eine andere.)

Der Einmarsch der französischen Revolutionsheere 1794 legte die Tätigkeit der rheinischen Schützenbruderschaften fürs erste lahm. Jede Betätigung wurde ihnen verboten, ihre Güter zu Nationaleigentum erklärt. Neben der grundsätzlichen Abneigung gegen die Schützenbruderschaften aus der Geisteshaltung der Revolution heraus überschätzten die Franzosen anscheinend auch deren militärische Bedeutung. Nach 1800 gaben die französischen Behörden jedoch dem Drängen der rheinischen Bevölkerung auf Wiederzulassung ihrer geliebten Schützenfeste nach.

Nach dem Befreiungskriege, als die Preußen kaum hier waren, sollen die Schützenbruderschaften von diesen neuen Herren auch nicht gerne gesehen worden sein.

Von 1876-1879 war auch unsere Bruderschaft, wie fast alle Bruderschaften in der hiesigen Gegend, wohl infolge der sogenannten Mai- gesetze während des Kulturkampfes, nicht tätig.

1879 erfolgte dann von einigen beherzten Männern die vollständige Neugründung mit neuen Statuten, genau wie bei anderen Schützenbruderschaften in der hiesigen Gegend.

Präsident:Tilmann Kaldenbach, Ortsvorsteher in Breinig

Rendant:Ludwig Winkler

Schriftführer: Peter Winkhold

stellv. Präsident: Peter Jac. Kaiser

stellv. Rendant: Peter Jac. Hennecken

stellv. Schriftführer: Joh. B. Hennecken

Die Bruderschaft zählte im Jahre 1880 insgesamt 96 Mitglieder.

Es wäre noch nachzutragen, daß der alljährliche Königsvogelschuß in der frühesten Zeit auf dem Wingertsberg, dann später - bis etwa 1926 - an der Hoheburg, Breinigerberg, und in den letzten Jahren vor dem 2. Weltkriege auf dem Schießstand des Breiniger Kriegervereins an der Stockemer Straße (Breinigerheide) abgehalten wurde.

Nach 1946 wurde wiederholt gewechselt, der Königsvogelschuß findet jetzt in der Wiese hinter dem Pfarrheim statt.

Die Bruderschaft hatte sich s. Zt. dem seit 1861 bestehenden Deutschen Schützenbund angeschlossen. Sie nannte sich Schützengesellschaft wie die alten Fahnen das noch beweisen.

Der Unterbezirk war der Münsterländische Schützenbund, zu welchem ferner gehörten: Walheim, Brand, Niederforstbach, Oberforstbach, Schleckheim-Nütheim, Friesenrath, Hahn, Venwegen, Dorff, Freund, Kornelimünster usw.

Wie alte Aufzeichnungen beweisen, haben Breiniger Delegierte Tagungen in Aachen, Würselen, Broichweiden usw. besucht. Wie die Bezirke damals genau aufgeteilt waren, ist trotz Nachforschungen jetzt nicht mehr so leicht festzustellen.

1928 wurde von Dr. Louis, Leverkusen-Bürrig, Studienrat Lankes, Viersen, und Fabrikant Rößler, Weisweiler, die Erzbruderschaft zum hl. Sebastianus aufgerufen. Nach und nach fanden die alten Bruderschaften hier Anschluß. Sebastianus Breinig trat auch dieser Erzbruderschaft bei, seit dieser Zeit sind wir Schützenbruderschaft.

Bis vor dem letzten Kriege brachte der Montagsnachmittags-Festzug alljährlich Erinnerungen an die mittelalterlichen Zeiten in uns wach: am Ende des Festzuges wurden einige sogenannte Gefangene bzw. Marodeure unter besonderer Bewachungsmannschaft mitgeführt, nicht zuletzt zum Gaudium der vielen Zuschauer, manchmal markierten die Gefangenen Fluchtversuche, z. B. an der Kirchgasse, am Mühlengäfichen oder Marialippengäßchen, um sich dann doch nachher wieder einfangen zu lassen.

1926 am 8. und 9. Mai fand das 260 jährige Stiftungsfest der Gesellschaft unter dem Protektorat des Landrats Pütz, Aachen, statt. Hieran beteiligten sich alle Ortsvereine wie auch über ein Dutzend Schützenvereine. Ein solches Fest hatte Breinig bisher noch nicht gesehen. (Während des 1. Weltkrieges konnte an die 250 jährige Feier nicht gedacht werden).offz1926

Am Samstag, dem 8. Mai 1926, war nach dem Zapfenstreich eine hochansehnliche Festversammlung. Bürgermeister Hansen sprach herzliche Worte zur Begrüßung. Die Breiniger Musikvereinigung sorgte für Unterhaltung, ebenso der Breiniger Männergesangverein. Studienrat Wilh. Röntgen - ein geborener Breiniger - hielt einen geschichtlichen Vortrag über Entstehung und Zweck des Schützen- wesens im Münsterländchen.

Sonntagsfrüh nach dem großen Wecken Antreten der Mitglieder und Ehrenmitglieder zum Abholen des Generals Heinrich Hoube, und des Königs des laufenden Jahres, Jakob Pitz, sowie der Jubilare. Es waren 6 Mitglieder, die das goldene und 15, die das silberne Jubiläum begehen konnten. Nach dem Festhochamt zuerst das gewohnte Fahnenschwenken auf dem Platz neben der Kirche durch den Fähnrich Johann Ganser, der dieses meisterhaft verstand. Alsdann eine Fotoaufnahme vor der Kirche mit anschließendem Früh- schoppen. Nachmittags großer Trachtenfestzug, eine Sebastianusgruppe und eine Wilhelm-Tell-Gruppe.

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In der Festwiese hielt der Ehrenbeisitzer der Gesellschaft, Herr Kaplan Netten, die Festansprache. Nach einem Vortrag des Männer- gesangvereins Breinig nahm das einmalige Fest seinen weiteren Verlauf Die Älteren unter uns werden sich dieses herrlich verlaufenden Festes immer noch gerne erinnern!

Während der NS-Zeit vor 1939 wurden Sebastianus Breinig und die Flobert-Schützengesellschaft von der Partei zusammengelegt. Die Sebastianer blieben im stillen für sich, sie hielten Patronatsfest und Kommunion bei, sogar während des Krieges noch. Weltliche Aufzüge erfolgten natürlich nicht.

Nach Beendigung des letzten Krieges war das Schützenwesen vollständig vernichtet. In Breinig haben einige Beherzte - wie Schützengeneral Heinrich Hoube. und die Vorstandsmitglieder Hubert Odekerken und Arnold Schmitz, unter besonderer Hilfe unseres damaligen Präses Ph. Franz Jansen, drei Fahnen, die Chronik und ein Protokollbuch und insbesondere das wertvolle Königssilber gerettet, alles andere war abhanden bzw. verloren gegangen. Alle Schützenvereine waren von der Besatzung verboten. Einzig und allein waren es im Rheinland und darüber hinaus, besonders auch in Westfalen, die historischen deutschen Schützenbruderschaften, die bereits 1946 von den Besatzungsbehörden die Genehmigung erhielten, als Schützenorganisationen in ihren Schützentrachten sich in der Öffentlichkeit ungehindert zu zeigen. Es war dies das unbestrittene Verdienst des Generalpräses Dr. Louis, Leverkusen-Bürrig, wo sich der Sitz des Zentralverbandes befand. Dr. Louis hatte den Besatzungsbehörden überzeugend bewiesen, daß die Schützenbruderschaften und -vereine keine militärischen Organisationen seien, die vielmehr lediglich ihr Brauchtum pflegen und das Schießen  als den ältesten Mannessport - als solchen ausüben wollen.

Im übrigen Deutschland aber ruhte das Schützenwesen noch vollständig. Erst 1950 setzte sich die von Dr. Louis entwickelte Auffassung vom Deutschen Schützenwesen auch in anderen Landesteilen durch. Die Schützenvereine erhielten Genehmigung, ihr Vereins- leben neu zu gestalten und auch ihren Sport in der angeführten Art auszuüben.

Nach dem Kriege - am 10. Februar 1946 - fanden sich die nachfolgend genannten Mitglieder zur Wiederherstellung der Sebastianusbruderschaft in Breinig alsbald zusammen:

1.Jansen Franz, Dechant, Geistl. Präses   9.Emonts Johann

2.Hoube Heinrich, Vorsitzender             10.Emonts Lambert

3.Braun Johann, Kassierer                     11.Schmitz Arnold

4.Kremer Wilhelm, Schriftführer            12.Grendel Bernhard

5.Odekerken Hubert                              13.Mager Arnold

6.Fratzel Wilhelm                                  14.Rombach August

7.FringsJosef                                        15.Wirtz Peter

8.Winkhold Johann                               16.Odekerken Paul

Da die beiden Breiniger Säle von der Besatzungsbehörde beschlagnahmt waren, stellte der Dechant für die Feste der Bruderschaften das kircheneigene Jugendheim zur Verfügung. Im übrigen Patronatsfeste und Kirmesfeierlichkeiten wie vor dem Kriege. So bekamen wir schnell Zuwachs, sehr viele Jugendliche schlossen sich an. Mit dem Königsvogelschuß ging es nicht so einfach. 1948 wurde der König bei den Armbrustschützen in Niederforstbach ermittelt. Im Jahre 1949 wurde ein selbst hergestellter Lehmvogel mit Holzbällen heruntergeworfen (auf der Wiese Münch vor Stockem). Von einem zurückspringenden Ball wurde unser Präses, Dechant Franz Jansen, leicht verletzt. Im Jahre 1949 hatte die Bruderschaft sich dem Unterbezirk Stolberg angeschlossen, weil der Münsterländerbund noch nicht wieder erstanden war.

1954 trat der letzt genannte Bund wieder in Aktion. Seit Februar 1955 ist Breinig im Münsterländischen Bund, der jetzt allerdings Grenzlandschützenbund Aachen-Land-Süd heißt.

Am 10. und 11. Mai 1958 führte die Schützenbruderschaft das erste Bezirksfest des Grenzlandschützenbundes Aachen-Land-Süd durch, in Verbindung mit ihrem Stiftungsfest.

Samstagabend Kranzniederlegung am Ehrenmal im Gedenken aller Gefallenen der beiden Weltkriege. Bei der anschließenden Festversammlung nahm der Präsident Heinrich Ganser die Ehrung von 12 verdienten Mitgliedern vor. Herr Kaplan Sieberichs hielt die Festrede mit Bezug darauf, daß auch heute noch die Schützen- bruderschaften erforderlich sind.

Männergesangverein mit Damenchor sowie die Breiniger Musik- vereinigung trugen wesentlich zur Verschönerung des Abends bei. Sonntagvormittags Festhochamt, nachmittags Festzug mit 16 auswärtigen Schützenbruderschaften, dazu alle Ortsvereine. Nachdem Bundesmeister Scholl mit herzlichen Begrüßungsworten alle Anwesenden begrüßt hatte, überbrachte Generaladjutant Flatten von der Zentrale Köln herzliche GrüBe und gute Wünsche. König war in diesem Jahre August Rombach.

Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft feierte ihr 300 jähriges Jubelfest vom 18.6. bis 20.6.1966 im Festzelt hinter der heutigen Gaststätte ,,Zum goldenen Stern".

Die Eröffnungsfeier am Samstagabend wurde durch den Ehrenpräsidenten Heinrich Ganser eingeleitet. Begrüßt wurden Abordnungen der Bezirksbruderschaften, Gäste und Ehrengäste, insbesondere der Schirmherr des Festes, Herr Bürgermeister Johann Meyer vom Zentralverband Hubert Erkens, Diözesanpräses Kaplan Birker, Prälat Mundt, Bundesmeister Scholl sowie Diözesanbundesmeister Mathias Pütz, weiter der stellv. Gemeindedirektor Hamacher, Präses Pastor Timberg, Kaplan Kais sowie Rektor von Hoegen als Vorsitzender des Festausschusses. Im Verlaufe des Festabends hielt der Schirmherr, Bürgermeister Johann Meyer, die Festansprache mit dem Thema ,,Tradition und Verpflichtung".

(Auszug aus der Festschrift zum 325 jährigen Jubiläum der Bruderschaft)

   
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